Härle-Förderung
Dank eines Vermächtnisses der Bremerin Marlies Härle, die eine deutliche Kapitalaufstockung ermöglichte, kann die Stiftung einen neuen Förderansatz verfolgen. Die erste Ausschreibung endete am 05.11.2025. Das Kuratorium entschied nun über die Vergabe der Mittel. Sobald eine neue Runde gestartet werden kann, werden wir es mit den entsprechenden Modalitäten auf dieser Webseite bekannt geben.
Härle-Projekt 1: Co-Designing Marine Biological Invasions’ Management
Der Panama-Kanal ist nicht nur ein enorm wichtiger Verkehrsweg, sondern hat auch eine ökologische Bedeutung. Allerdings führt die Lage zwischen zwei Ozeanen dazu, das sog. invasive Arten eindringen. Wie man mit dieser Problematik umgehen kann, das will dies Vorhaben zusammen mit den Beteiligten herausfinden. Mehr zu dem Projekt ist hier zu erfahren.
Härle-Projekt 2: Barrieren energieeffizienter und energieflexibler KMU-Produktionen
Die Umsetzung energieeffizienter und energieflexibler Produktionssysteme in KMU ist jedoch komplex. Unterschiedliche Produktionsverfahren, Standortfaktoren und technologische Voraussetzungen führen zu sehr unterschiedlichen Ausgangsbedingungen. Zudem wirken zahlreiche Stakeholder in Unternehmen auf die Gestaltung solcher Systeme ein. Ihre Interessen, Zielkonflikte und Einflussmöglichkeiten im Kontext energieflexibler Produktionssysteme sind bislang nur unzureichend systematisch untersucht. Dies ist der Ansatz des Projekts, über das hier mehr zu erfahren ist.
Härle-Förderung - Ausschreibungstext 2025
Wissenschaftliche Fragen von gesellschaftlicher Relevanz werden zunehmend im Wechselspiel zwischen Forschenden und außerakademischen Akteursgruppen („Stakeholder“) bearbeitet. Eine zentrale Rolle in solchen transdisziplinären Vorhaben spielt die gemeinsame Planung, Durchführung und Auswertung von Projekten (Co-Design-Ansatz). Bei der Beantragung solcher Forschungsprojekte wird sehr häufig seitens der Förderorganisationen davon ausgegangen, dass eine Beteiligung von Stakeholdern vor der Antragstellung bereits erfolgt ist. In der Praxis fehlen den Projektverantwortlichen für solche eine Beteiligung jedoch oftmals die Ressourcen. Genau an dieser Stelle setzt diese Ausschreibung an. Wir möchten mit dieser Ausschreibung ermöglichen, dass relevante Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bereits in der Planungsphase in die Gestaltung eines Forschungsvorhabens einbezogen werden. Eine gelungene Stakeholder-Beteiligung kann sich positiv auf die spätere Nutzung der Ergebnisse auswirken, kann Akzeptanz im Vorfeld sichern, Aspekte in das Projekt hineintragen, die sich zunächst nicht sofort aufdrängen.
Da sich die Identifizierung und Beteiligung von Teilhabenden und Anspruchsberechtigten im Vorfeld eines Vorhabens abspielt, stehen für diesen wichtigen Schritt oft keine Mittel bereit. Die KELLENR & STOLL-STIFTUNG FÜR KLIMA UND UMWELT stößt nun in genau diese Lücke und schreibt bis zu 5.000 Euro für Projekte aus, die sich zum Ziel setzen, die Einbindung von Stakeholdern im Bereich der sozial-ökologischen Forschung in der Phase einer Antragstellung zu ermöglichen. Dies kann beispielsweise durch die Identifikation von außerakademischen Akteursgruppen geschehen („Stakeholder-Mapping“) oder – falls die Stakeholder bereits bekannt sind – die Durchführung von Dialogformaten mit diesen Beteiligten (Workshops, Bürgerdialoge, etc.).
Bewerben können sich Forschende von der Universität Bremen oder von Einrichtungen, die mit ihr direkt verbunden sind. Voraussetzung ist, dass sich das Vorhaben um ein Thema aus dem Bereich von Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit dreht. Die Fachrichtung spielt dabei keine Rolle.
