Mangroven und Salzmarschen

Monica Salazar-Ortiz

Masterstudentin am ISATEC (International Studies in Aquatic Tropical Ecology) der Universität Bremen, Fachbereich 2 - Biologie/Chemie
www.isatec.uni-bremen.de/en/isatec 

in Verbindung mit dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)
www.zmt-bremen.de

Salzmarschen und Mangroven im Nordwesten Brasiliens sind aneinander angrenzende, wertvolle Küstenökosysteme, die sehr unterschiedliche Systemdienstleistungen für Mensch und Natur bieten. In den Mangroven z.B. gibt es Krabben, die eine wichtige Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung darstellen und in Salzmarschen nicht vorkommen.

In Mangroven bestimmen Überschwemmungen und der Salzgehalt der Sedimente ganz wesentlich, wie sich das Ökosystem genau zusammen setzt. Noch weiß man nicht genau, was dafür sorgt, dass Salzmarschen oder eben mangroven dominieren. Es scheint jedoch sicher, dass der Meeresspiegel eine wesentliche Rolle spielt.

In Zeiten des Klimawandels stellt sich also die Frage, wie sich die Verteilung von Salzmarschen und Mangroven künftig entwickeln wird, denn die Position eines Habitats innerhalb der Tidenzone beeinflusst die Stärke, in der es von Überschwemmungen betroffen ist, die wiederum Auswirkungen auf den Salzgehalt des Sediments haben. Beides sind wesentliche Faktoren, die Salzmarschen entstehen oder Mangroven leben lassen.

Monica Salazar wird der beschriebenen Hypothese, dass der Meeresspiegel ein entscheidender Faktor ist beim Wechselspiel zwischen Salzmarschen und Mangroven und damit ganz unterschiedlichen Tieren und Pflanzen in ihnen, nachgehen.

Die Stiftung hält ihre Fragestellung für interessant und relevant, weil sie auch die Lebensgrundlage der in der Region lebenden Menschen berührt. Sie fördert deshalb den Forschungsaufenthalt von Monica Salazar mit 1.500 Euro.