Ökotourismus auf den Philippinen

Julian Engel

Masterstudent am ISATEC (International Studies in Aquatic Tropical Ecology) der Universität Bremen, Fachbereich 2 - Biologie/Chemie
http://www.uni-bremen.de/isatec.html

in Verbindung mit dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)
www.leibniz-zmt.de

Während seines Aufenthalts berichtet Julian Engel unter folgendem Blog von seinen Erfahrungen
http://projekte.stop-finning.com/

 

Die Forschungsarbeit legt den Fokus auf Ökotourismus in Korallenriffen am Beispiel des pelagischen Fuchshais oder auch Drescherhais auf der philippinischen Insel Malapascua. Hier ist der Tourismus noch sehr jung und damit komplett zurückverfolgbar. Das macht die Studie an diesem Ort besonders interessant.

Am Ende soll nicht nur die Masterarbeit von Julian Engel, sondern auch eine Publikation stehen, die der lokalen Politik Vorschläge macht, wie der Tourismus noch nachhaltiger gestaltet werden könnte.

Bislang ist der Tourismus noch kaum entwickelt. Die Menschen leben überwiegend vom Fischfang. Dabei gilt ihr Augenmerk häufig nur den Flossen des Hais. Wenn man die Menschen zu mehr Meeres- und Artenschutz bewegen will, dann braucht es Alternativen. Tourismus allein jedoch ist ebenfalls nicht ohne weiteres nachhaltig, so dass es auch hier besonderer Anstrengungen bedarf, um nicht den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

In seinem Projektvorschlag, der im ISATEC-Studium auf Englisch eingereicht werden muss, nennt Julian Engel die Fragen, die ihn vorrangig beschäftigen werden:

  1. How does outside induced ecotourism influence ecosystem health and services for communities?
  2. Are measures and interactions between stakeholders increasing ecosystem health and services?
  3. Can outside effects (e.g. fishing from Daanbantayan) be controlled within communities and can management strategies be implemented to other regions?

Sein Bestreben wird es sein, die Bevölkerung einzubeziehen, wenn es darum geht, neue Wege zu beschreiten und Lösungen für konfligierende Interessen zu finden. Ohne die aktive Mitwirkung der Betroffenen wird es keinen nachhaltigen Tourismus geben. Entsprechend hat Julian Engel seine Forschungshypothesen formuliert:

  • H1: Ecotourism creates an alternative income source for local communities if stakeholder interaction and participation are developed.
  • H2: The failure of including the local community in the institutional change towards ecotourism leads to social injustice and barriers for socio-ecological management.
  • H3: Management strategies for neighboring communities in small island ecosystems are necessary for a successful development of marine ecotourism.

Die KELLNER & STOLL - STIFTUNG hält den sozial-ökologischen Ansatz von Julian Engel für besonders interessant und fördert seine Studien auf den Philippinen mit 1.200 Euro.